Warum du vermutlich gute Gründe hast, Fleisch zu essen

Fleisch essen - Zeit zum Aufbruch

Fleisch essen aus der Sicht der menschlichen Bedürfnisse

Wenn es dir so geht wie den meisten anderen Menschen in Deutschland, isst du seit deinem ersten Lebensjahr Fleisch. Das bedeutet, dass du

  1. Fleisch isst, solange du denken kannst
  2. dich nicht bewusst dafür entschieden hast, Fleischesser*in zu sein
  3. Fleisch essen für normal, natürlich und notwendig hältst.

Fleisch essen erfüllt uns zutiefst menschliche Bedürfnisse. Auf Fleisch zu verzichten auch. Ich will mit Hilfe der Grundsätze der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) eine neue Sichtweise auf das Fleisch essen eröffnen. Ich will dich dazu einladen, dir die Bedürfnisse hinter dem Fleisch essen und dem Fleischverzicht anzusehen.

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Gewaltfrei? Hä?

gewaltfrei - Foto Skulptur in Malmö

Blogeintrag als Audio-Datei anhören:

Seit Neuestem trägt der Niemblog den Untertitel „nachhaltig – gewaltfrei – vegan“. Die Wörter „nachhaltig“ und „vegan“ sind ja mittlerweile irgendwie klar – insbesondere im Kontext vieler meiner Blogartikel. Aber „gewaltfrei“ benötigt vielleicht noch eine Erklärung – oder besser gesagt: ich würde gerne erklären, was „gewaltfrei“ für mich bedeutet und warum ich das wichtig finde.

Zunächst ging es mir darum, dass ich irgendwie kenntlich machen wollte, dass ich mittlerweile auch ab und zu über „Gewaltfreie Kommunikation“ schreibe. Dann hab ich gedacht: Naja, vielleicht schreibst du dann einfach „gewaltfrei“, das passt doch bestimmt. Damit ich mir aber nicht einen Hut aufsetze, der mir nicht passt, habe ich mich etwas eingehender mit den Themen Gewalt und Gewaltfreiheit befasst.

Gewaltfreiheit nach Gandhi mit Übergang zur Jetzt-Zeit

Wenn über Gewaltfreiheit1 nach Gandhi2 gesprochen wird, dann immer als Mittel zum Zweck – d.h. gewaltfreie Aktionen, wie z.B. der Salzmarsch, mit einem bestimmten politischen Ziel vor Augen. Für ihn war aber vor allem die Haltung dabei wichtig. Dem Gegner sollte freundschaftlich und ohne Hass gegenübergetreten werden. Er sollte überzeugt werden, anstatt dazu gezwungen, entgegen seiner Überzeugung zu handeln. Und das ist für mich der springende Punkt: den anderen trotzdem noch als Menschen zu sehen, anstatt als das personifizierte Böse. Weiterlesen

  1. eigentlich hieß Gandhis Weg „Satyagraha“ – übersetzt mit „an der Wahrheit festhalten“ []
  2. vgl. Satyagraha und Ahimsa []

Warum ich vegan lebe

warum vegan titelbild

Wie ich persönlich Informationen über Nutztierhaltung erlebe

Gerade bin ich wieder sehr mit dem Schmerz in Verbindung gekommen, der mich vor vier Jahren dazu bewogen hat, mich von nun an vegan zu ernähren. Ich bereite gerade ein Quiz vor, das sich um Milchkuhhaltung dreht, das leicht zugänglich ist und ohne böse Bilder auskommt. Dabei bin ich auf eine für mich neue Information gestoßen, die mich total fassungslos und traurig gemacht hat: schwache Kälber werden zwangsgetränkt, indem ihnen ein Plastikschlauch in den Magen geschoben wird, weil ihr Saugreflex nicht ausgeprägt genug ist. Wohlgemerkt in dem Kontext, dass die Kälber zuvor der Mutter weggenommen wurden und Kalbsfleisch aus ihnen gemacht werden soll. Aber das ist ja eh klar.

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Nachhaltiger Lebensstil

Nachhaltiger Lebensstil

So sieht mein persönlicher nachhaltiger Lebensstil aus

Immer wieder stelle ich nachhaltige Alternativen vor, wie man etwas anders machen kann, z.B. Wäsche waschen mit Efeu statt mit normalem Waschmittel. Viele dieser Dinge mache ich selbst, andere sind mir vielleicht auch zu umständlich. Jetzt möchte ich einfach mal teilen, wie mein persönlicher nachhaltiger Lebensstil aussieht. Dabei ist mir wichtig, offen zu zeigen, was für mich leicht ist und was mir schwer fällt. Und wo es noch komplett hakt.

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Das Schweigen der Lämmer?

ostern vegan

Dies ist ein Gastbeitrag von Anne Hoffmann.

Der Frühling ist die Zeit des neuen Erwachens aus langem Winterschlaf, die Zeit der Liebe und des Entstehens von neuem Leben. Überall sprießen zarte Pflanzen, überall werden kleine Tiere geboren. Die Wiedergeburt (auch wenn das Christentum es nicht so nennt) feiern die Menschen hierzulande an Ostern, und symbolisch stehen dafür niedliche Küken, Häschen, Lämmchen. Es werden jede Menge Eier verzehrt, echte und aus Schokolade, kleine Kaninchen und zartes Lammfleisch zu schmackhaften Braten verarbeitet… Moment. Diese herzallerliebsten Tiere, die mehr als das Durchschnittsschwein unser Kindchenschema ansprechen – die werden ohne mit der Wimper zu zucken getötet und gegrillt? Allenfalls von den Kindern kommt dabei noch mal Protest, die armen Lämmchen! – aber zur Not wird halt geschwindelt, dass das ja Pute oder Schwein ist. Und die sind ja nicht so putzig, die isst dann auch meist das hartnäckigste Moralkind.

Wie kommt das eigentlich? Alle finden wir schrecklich grausam, was in Mastanlagen und Schlachthäusern geschieht, aber selbst wenn es um die Babies der Tiere geht, können wir davor nicht Halt machen und essen sie doch. Ist doch normal, weil es immer schon alle so gemacht haben? Weiterlesen

Die Macht der Essgewohnheit

essgewohnheit
Als ich noch jünger war, aß ich fast nichts. Zum Frühstück gab es Nutella mit Brie oder Kellogg’s, mittags Tütensuppen, wenn es etwas ausgefallener sein sollte doch mal Nudeln mit Tomatensoße (aus dem Päckchen) oder Pfannkuchen. Abends wurde Pizza bestellt oder Sandwiches gemacht. In der Tomatensoße durften keine Tomatenstückchen oder Zwiebeln sein. Zucchini und Auberginen mochte ich nicht, Pilze verabscheute ich. Zwiebeln durfte man nicht sehen im Essen. Spinat musste klein püriert und mit Sahne sein, damit ich ihn essen konnte. Rote Bete mochte ich nicht, alle Sorten von Kohl schon gleich zweimal nicht. Und über saure Gurken will ich gar nicht reden. Und Kümmel erst! Und das ist noch gar nicht so lange her1.

Mittlerweile esse ich eigentlich alles2. Weiterlesen

  1. geschätzt 5 Jahre []
  2. was vegan ist []

Ökologisch verreisen im Bayerischen Wald

Öko-Urlaub im Bayerischen Wald auf dem SvarohDieses Jahr wollte ich, wenn ich Urlaub mache, möglichst ökologisch verreisen. Das Reiseziel war der Bayerische Wald, genauer: Bayerisch Eisenstein, direkt an der tschechischen Grenze. Weiterlesen

Vegane Lebkuchen Brownies

Vegane Lebkuchen Brownies

vegan – laktosefrei – glutenfrei (ohne Oblaten)

Die Lebkuchen Brownies begleiten mich schon jahrelang in der Vorweihnachtszeit. Sie gehören zu den Plätzchen, die wir immer machen – weil sie soooo lecker sind. Und außerdem sind sie hervorragend dazu geeignet, reihenweise Aaaaaahs und Ooohs bei den Menschen hervorzurufen, die sie probieren dürfen.

Vegane Lebkuchen Brownies

Zutaten:

Für den Teig:
200g Zartbitter-Kuvertüre (Fairtrade)
500g Haselnüsse, gemahlen
500g Mandeln, gemahlen
400ml Soja oder Hafer Cuisine
5EL Leinsamen + 1 Tasse Wasser
500g Vollrohrzucker (Fairtrade)
2 TL Zimt
1 Msp. gemahlene Nelken
25g Speisestärke

Für die Glasur:
400g Zartbitter-Kuvertüre (Fairtrade)
25g Kokosfett

6 eckige Backoblaten (122 x 102 mm)

Zubereitung:

  • Kuvertüre für den Teig grob hacken.
  • Leinsamen mit Wasser mischen und kurz stehen lassen.
  • Zucker, Cuisine, Zimt, Nelken, Mandeln, Haselnüsse und Stärke verkneten.
  • Leinsamen und Wasser dazu.
  • Kuvertüre darunter kneten und den Teig über Nacht zugedeckt kalt stellen.
  • Am nächsten Tag das Backblech mit Oblaten auslegen. Die Oblaten am Rand ca. 1cm breit mit Wasser bestreichen und überlappend anordnen, so dass sie aneinander kleben.
  • Teig auf die Oblaten streichen, so dass sich eine glatte Oberfläche ergibt.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 175°C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen.
  • Auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Kuvertüre für die Glasur hacken und über einem heißen Wasserbad zusammen mit dem Kokosfett schmelzen.
  • Die geschmolzene Kuvertüre gleichmäßig verstreichen und trocknen lassen.
  • Danach mit einem scharfen Messer in kleine (ca. 3,5×3,5cm) Stückchen schneiden.
  • Wer mag, kann mit Hilfe von Schablonen weihnachtliche Motive mit Puderzucker auf die Lebkuchen Brownies stäuben.

Eine schöne Weihnachtszeit und gutes Gelingen!

Plätzchen ohne Ei

Plätzchen ohne Ei vegan

Lecker und unkompliziert ohne Eier backen

Lange war Backen und die Weihnachtsbäckerei für mich untrennbar mit Eiern verbunden. Traditionell gibt es in meiner Familie ein langes Backwochenende in der Vorweihnachtszeit. Wir backen zig verschiedene Plätzchen, die wir dann zu einem großen Teil verschenken, aber natürlich auch selber essen.

Letztes Jahr war mein erstes veganes Weihnachten und es kam für mich gar nicht in Frage, Plätzchen mit Ei zu backen. Just zu diesem Zeitpunkt kam das süße, kleine Plätzchen-Backbuch von Roland Rauter raus. Weiterlesen

Der perfekte vegane Zucchinikuchen

Zucchinikuchen vegan

Zucchini sind das Gemüse des Sommers. Durch ihren neutralen Geschmack sind die Zucchini für nahezu alles geeignet. Sogar für Süßspeisen! Nachdem ich einige Wochen an dem Rezept für den perfekten veganen Zucchinikuchen gefeilt habe, präsentiere ich euch heute: Zucchini-Gewürzkuchen mit Schokoglasur!

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