Experiment: Ohne Auto auf dem Land (Teil 3: Status Quo)

Auto Alternative Titelbild

Rückblick auf mein Experiment: Ohne Auto auf dem Land

Letztes Jahr habe ich über meine Experimente ohne Auto auf dem Land gebloggt, nämlich hier und hier.
Ich denke, es klang für einige recht anstrengend und es war auch rein subjektiv gesehen ziemlich anstrengend. Ich hoffe, dass es trotzdem inspiriert hat, wenn nicht zum totalen Auto-Verzicht, dann vielleicht doch dazu, ab und zu mal das Auto stehen zu lassen und alternative Verkehrsmittel zu verwenden. Weiterlesen

Fastenzeit mal anders

Fastenzeit

Man kommt nicht um das Thema rum, selbst, wenn man kein religiöser Mensch ist: Fasten. Also ein paar Wochen bewusst auf etwas verzichten, was man sonst echt gerne mag. Zum Beispiel Zucker, oder Schokolade, oder Fleisch, oder Fernsehen, oder Facebook-Spiele. Heutzutage hat man ja viel mehr Möglichkeiten, womit man alles fasten kann. Es gibt viel mehr Dinge, von denen man weiß, dass sie eigentlich schlecht für einen sind, aber man macht sie trotzdem. Das ganze Jahr über, bis DIE Gelegenheit kommt: Fastenzeit. Jetzt wäre doch ein guter Moment, zumindest auf EINES dieser bösen Dinge zu verzichten. Zumindest für ganz kurze Zeit.

Aber ich will das ganze ja nicht schlecht reden. Im Vergleich zum weihnachtlichen und österlichen Konsumrausch kommt die Fastenzeit ja sehr sparsam daher. Und wenn der vermeintliche Verzicht dann doch noch ein wenig länger anhält und ein Konsum-Umdenken anstößt, umso besser. Weiterlesen

Experiment: Ohne Auto auf dem Land (Teil 2: Per Anhalter und per Pedes)

ohne auto auf dem land - daumen raus
Per Anhalter fahren hat mich echt Überwindung gekostet. Fremde Leute ansprechen, mit fremden Leuten im Auto mitfahren, mit fremden Leuten über’s Wetter reden, … Dieser ganze „Fremde Leute“-Komplex machte mir etwas Angst. Zudem wird einem ja auch systematisch Angst vor dem Trampen gemacht: „Das ist doch viel zu gefährlich! Gerade als Frau!“ „Man hört doch so viel in den Nachrichten…“ „In der heutigen Zeit alleine als Frau…“

Deswegen startete ich meine ersten zaghaften Versuche eher aus der Not heraus. Denn mein Zug hatte (glücklicherweise) Verspätung, so dass ich den Anschlussbus nicht mehr erwischte, so dass ich wiederum eine gute Ausrede hatte, rumzufragen, ob denn jemand in meine Richtung fährt. Zwei Stunden Fußweg wären zwar auch akzeptabel, aber müssen auch nicht sein.

Mein erster Versuch per Anhalter zu fahren

Schon die zweite Frau, die ich fragte „Entschuldigung, fahren Sie zufälligerweise in Richtung Heimatdorf?“ war sofort bereit, mich mitzunehmen. Nachdem der Kindersitz nach hinten gepackt war, ging es los. Wir verstanden uns auf Anhieb hervorragend und plauderten den ganzen Weg über.

Das machte natürlich Mut auf mehr! Weiterlesen

Experiment: Ohne Auto auf dem Land (Teil 1: Radfahren)

Ohne Auto

Erster Teil meines Experiments ohne Auto auf dem Land auszukommen

Jeden Morgen pilgern Tausende in ihren Autos in die Stadt um ihrer täglichen Arbeit nachzugehen. In jedem Auto sitzt eine Person. Sie fährt das Auto zum Arbeitsplatz; dort steht es dann den ganzen Tag rum und abends fährt es wieder nach Hause. Jeden Tag von Montag bis Freitag. Um ein Auto herzustellen, wird soviel Energie benötigt, wie ein durchschnittlicher Haushalt in 10 Jahren verbraucht1. Im Schnitt besitzt jeder zweite Deutsche ein Auto2. Und wenn das Auto dann fährt, fahren im Schnitt 1,3 Leute mit. Aber die meiste Zeit steht es ja sowieso nur rum.

Als ich wieder auf’s Land gezogen bin, habe ich mir daher fest vorgenommen: Es muss auch ohne Auto gehen! Weiterlesen

  1. ca. 30.000 kWh []
  2. http://www.utopia.de/galerie/laendervergleich-wie-viele-autos-pro-kopf []