Experiment: Ohne Auto auf dem Land (Teil 2: Per Anhalter und per Pedes)

ohne auto auf dem land - daumen raus
Per Anhalter fahren hat mich echt Überwindung gekostet. Fremde Leute ansprechen, mit fremden Leuten im Auto mitfahren, mit fremden Leuten über’s Wetter reden, … Dieser ganze „Fremde Leute“-Komplex machte mir etwas Angst. Zudem wird einem ja auch systematisch Angst vor dem Trampen gemacht: „Das ist doch viel zu gefährlich! Gerade als Frau!“ „Man hört doch so viel in den Nachrichten…“ „In der heutigen Zeit alleine als Frau…“

Deswegen startete ich meine ersten zaghaften Versuche eher aus der Not heraus. Denn mein Zug hatte (glücklicherweise) Verspätung, so dass ich den Anschlussbus nicht mehr erwischte, so dass ich wiederum eine gute Ausrede hatte, rumzufragen, ob denn jemand in meine Richtung fährt. Zwei Stunden Fußweg wären zwar auch akzeptabel, aber müssen auch nicht sein.

Mein erster Versuch per Anhalter zu fahren

Schon die zweite Frau, die ich fragte „Entschuldigung, fahren Sie zufälligerweise in Richtung Heimatdorf?“ war sofort bereit, mich mitzunehmen. Nachdem der Kindersitz nach hinten gepackt war, ging es los. Wir verstanden uns auf Anhieb hervorragend und plauderten den ganzen Weg über.

Das machte natürlich Mut auf mehr! Weiterlesen

Joggen im Autoreifen

AutoreifenGleichmäßig kommen die Füße in raschen Abständen auf dem Asphalt auf. Der Atem geht schnell; die Arme bewegen sich im Takt der Schritte nach vorn und hinten. Und links und rechts sausen Bäume, Laternen und Autos vorbei: Das ist die fabelhafte Welt des Joggers.
Doch halt – ist diese Welt tatsächlich so fabelhaft? Oder lauert nicht hinter jeder Weggabelung das schmerzende Knie oder der überdehnte Fuß? In seinem Buch Born to Run hat sich Christopher McDougall auf die Suche begeben: nach der idealen Art zu laufen. Weiterlesen