Fastenzeit mal anders

Fastenzeit

Man kommt nicht um das Thema rum, selbst, wenn man kein religiöser Mensch ist: Fasten. Also ein paar Wochen bewusst auf etwas verzichten, was man sonst echt gerne mag. Zum Beispiel Zucker, oder Schokolade, oder Fleisch, oder Fernsehen, oder Facebook-Spiele. Heutzutage hat man ja viel mehr Möglichkeiten, womit man alles fasten kann. Es gibt viel mehr Dinge, von denen man weiß, dass sie eigentlich schlecht für einen sind, aber man macht sie trotzdem. Das ganze Jahr über, bis DIE Gelegenheit kommt: Fastenzeit. Jetzt wäre doch ein guter Moment, zumindest auf EINES dieser bösen Dinge zu verzichten. Zumindest für ganz kurze Zeit.

Aber ich will das ganze ja nicht schlecht reden. Im Vergleich zum weihnachtlichen und österlichen Konsumrausch kommt die Fastenzeit ja sehr sparsam daher. Und wenn der vermeintliche Verzicht dann doch noch ein wenig länger anhält und ein Konsum-Umdenken anstößt, umso besser. Weiterlesen

Die Last der Welt

Atlas
Manchmal wird es einfach zu viel. Mare Nostrum1 geht, TTIP2 kommt, in Syrien werden Menschen abgschlachtet, auf der ganzen Welt Tiere, und zwischendrin sitze ich und fühle mich unendlich hilflos. Jegliche Handlungsfähigkeit wird erstickt durch das Gefühl der Machtlosigkeit angesichts all dieser Ungerechtigkeit, dieser Brutalität, dieser Gier und dieser Gefühllosigkeit. Die Handlungsoptionen schrumpfen auf „sich verkriechen und weinen oder einen Boxsack malträtieren“ und „sich ablenken und nicht mehr dran denken“. Ich kann es niemandem verdenken, der das tut. Ich schalte selbst auch oft das Radio aus und scrolle über Beiträge auf Facebook hinweg, weil ich das einfach nicht ertrage und diese Informationen mir nicht weiterhelfen, sondern mich einfach nur lähmen. Ich kann nicht jede Petition mitzeichnen – ganz abgesehen vom Nutzen, könnte ich sonst den ganzen Tag nur damit verbringen. Ich kann nicht jedes Problem dieser Welt lösen – ehrlich gesagt, kann ich überhaupt gar keines alleine lösen. Ich kann mich auch nicht um Probleme kümmern, die auf der anderen Seite des Erdballs stattfinden – außer durch Geldspenden, die eventuell auch nicht dort ankommen, wo sie helfen können. Ich kann mich nur auf das Hier und das Jetzt konzentrieren. Und ich muss wissen – ahnen reicht vielleicht auch schon –, wo meine Tatkraft etwas bewirkt, und wo nicht.
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  1. Habe den Artikel vor zwei Wochen angefangen, da war das grad in den Medien, mittlerweile natürlich schon längst wieder Schnee von gestern >Kurzinfo []
  2. >Kurzinfo []