Ohne Facebook (Teil 1)

Ohne Facebook
Als ich vor Kurzem mit einem Freund telefonierte, bemerkte ich so ganz beiläufig:
„Ja, eigentlich ist grad alles voll gut, ich bin halt grad recht viel online.“
Und er so: „Mehr als du eigentlich willst?“
Und ich: „Hm, ja, irgendwie schon.“1
Und schon waren wir beim Thema. Wie ich in den letzten Tagen in jeder freien Minute auf Facebook geschaut habe; wie ich immer wieder die gleichen Schlagzeilen las; wie ich immer wieder auf „neu laden“ klickte um herauszufinden, ob wieder was Neues draufsteht.
Und wie mich das überhaupt nicht interessiert! Mich interessieren weder die ganzen negativen Schlagzeilen, noch die meist völlig belanglosen Posts von Freunden und Bekannten. Und trotzdem ist mein erster Impuls, wenn ich mit irgendeiner Aufgabe fertig bin und kurz entspannen will: jetzt mal kurz auf Facebook schauen. Dann die kurze Befriedigung und Entspannung und dann diese Leere. Als mein Telefon-Freund und ich das also etwas unter die Lupe nahmen, meinte er so: „Irgendwie klingt das ziemlich nach Suchtverhalten.“
Und ich so: „Oh mein Gott! Du hast so recht.“ Weiterlesen

  1. Konversation ganz grob aus dem Kopf, vielleicht auch völlig falsch, aber von der Essenz her passend. []

Aus den Augen, aus dem Sinn oder: Amazon-Alternativen

BücherregalAus den Augen, aus dem Sinn. Oder haben Sie in letzter Zeit mal wieder über die Amazon-Skandale nachgedacht? Warum auch, es gibt ja ständig neue Skandale. Und wenn es gerade keine gibt, dann werden eben künstlich welche gemacht. Oder war es etwa nicht skandalös, dass die Grünen einen Veggie Tag forderten?

Nachdem der kurze Schock über den rechtsradikalen Sicherheitsdienst und die schlimmen Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter bei Amazon vorbei war, kletterte die Amazon-Aktie jedenfalls wieder in neue Rekordhöhen. Laut Handelsblatt schrieb der Konzern zwar im letzten Quartal rote Zahlen, das hätte allerdings nichts mit der schlechten Presse zu tun, sondern mehr mit den hohen Investitionen der Firma. Weiterlesen