Drei Jahre ohne Klamottenkauf

alternativ klamotten kaufen
Letztens auf die Frage angesprochen, dass ich ja doch mit sehr wenig Geld auskomme, dachte ich darüber nach, wie lange es eigentlich her ist, dass ich das letzte Mal Klamotten gekauft habe. Zwei Jahre oder drei Jahre? So langsam verschwimmt alles ein bisschen, aber ich denke, es könnten schon drei Jahre gewesen sein. Schwierig ist das, weil ich nicht wirklich gesagt habe: „So, ab heute, kaufe ich keine Klamotten mehr.“ oder „Ab heute kaufe ich nur noch gebraucht.“ oder so. Das hat sich eher schrittweise ergeben.

Publikumswirksamer wird das ganze ja schon, wenn man ab einem festen Termin ein Experiment startet und dann in regelmäßigen Abständen darüber bloggt. So weit habe ich damals aber noch nicht gedacht. Vor drei Jahren ging der Niemblog ja auch erst an den Start.

Ein Rückblick darf trotzdem drin sein. Immerhin habe ich letzte Woche das erste Mal seit besagten drei Jahren wieder Klamotten gekauft1. Und deshalb möchte ich feiern, dass ich so lange nicht beim Konsumspiel migespielt habe. Aber auch, dass ich mir selbst etwas Gutes getan habe. Weiterlesen

  1. selbstverständlich Second Hand und ein T-Shirt Fairtrade, weil es so einen schönen Schnitt hatte []

Die Last der Welt

Atlas
Manchmal wird es einfach zu viel. Mare Nostrum1 geht, TTIP2 kommt, in Syrien werden Menschen abgschlachtet, auf der ganzen Welt Tiere, und zwischendrin sitze ich und fühle mich unendlich hilflos. Jegliche Handlungsfähigkeit wird erstickt durch das Gefühl der Machtlosigkeit angesichts all dieser Ungerechtigkeit, dieser Brutalität, dieser Gier und dieser Gefühllosigkeit. Die Handlungsoptionen schrumpfen auf „sich verkriechen und weinen oder einen Boxsack malträtieren“ und „sich ablenken und nicht mehr dran denken“. Ich kann es niemandem verdenken, der das tut. Ich schalte selbst auch oft das Radio aus und scrolle über Beiträge auf Facebook hinweg, weil ich das einfach nicht ertrage und diese Informationen mir nicht weiterhelfen, sondern mich einfach nur lähmen. Ich kann nicht jede Petition mitzeichnen – ganz abgesehen vom Nutzen, könnte ich sonst den ganzen Tag nur damit verbringen. Ich kann nicht jedes Problem dieser Welt lösen – ehrlich gesagt, kann ich überhaupt gar keines alleine lösen. Ich kann mich auch nicht um Probleme kümmern, die auf der anderen Seite des Erdballs stattfinden – außer durch Geldspenden, die eventuell auch nicht dort ankommen, wo sie helfen können. Ich kann mich nur auf das Hier und das Jetzt konzentrieren. Und ich muss wissen – ahnen reicht vielleicht auch schon –, wo meine Tatkraft etwas bewirkt, und wo nicht.
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  1. Habe den Artikel vor zwei Wochen angefangen, da war das grad in den Medien, mittlerweile natürlich schon längst wieder Schnee von gestern >Kurzinfo []
  2. >Kurzinfo []

Monsanto, Nestlé und Co. boykottieren

Monsanto, Nestlé und Co boykottieren

Worauf muss ich beim Boykott achten?

Immer wenn über Monsanto, Nestlé und Co. berichtet wird – meistens nichts Gutes – wird überall lauthals nach Boykott geschrien. Nestlé privatisiert die Wasservorräte der Welt um sie für teures Geld weiter zu verkaufen, duldet Kinderarbeit, unterdrückt Proteste gegen den eigenen Konzern und gibt Tierversuche in Auftrag. Und das ist nur ein kleiner Teil des Portfolios. Monsanto vertreibt seine transgenen Hybridsaaten und Herbizide ohne Rücksicht auf Verluste, kauft kleinere Saatgut-Unternehmen auf, fälscht wissenschaftliche Untersuchungen zugunsten der eigenen Produkte, ist unter anderem verantwortlich für die hohe Selbstmordrate indischer Baumwoll-Bauern und vieles mehr.

Produkte erkennen

Oft scheitert der Boykott schon daran, dass man gar nicht weiß, wo diese Unternehmen überall ihre Finger im Spiel haben. Und daran, dass man gar nicht weiß, wie die Produktpalette überhaupt aussieht. Weiterlesen