Wildkräuter-Wissen: Kein Hexenwerk

Wildkräuter bestimmen

Wildkräuter bestimmen kann jede/r (lernen)

Seit Sonntag hat mich das Wildkräuter-Fieber wieder gepackt. Ich war bei einem Wildkräuter-Kurs der besonderen Art: nur 3-4 Kräutlein pro Einheit, dafür haben die Teilnehmer die Gelegenheit sich selbst mit Hilfe von Büchern und dem Internet zu erarbeiten, wofür diese gut sind, was sie kennzeichnet und wo man sie findet. Das hat mir wirklich gefallen. Einerseits, weil ich nicht alleine vor mich hinwurschtel,1 sondern mit Gleichgesinnten; andererseits weil ich mir durch’s selbst erarbeiten natürlich viel mehr merke. Und besonders schön wird’s dann, wenn noch eine ein paar geschichtliche oder mythologische Hintergründe weiß, oder einer auf eine Anwendung jenseits von Essen hinweisen kann.

Und dazu braucht es nicht einmal einen Experten! Such dir ein paar Pflanzen aus, die dich interessieren, schnapp dir ein paar Freunde und macht euch gemeinsam auf den Weg, euer Wissen zu erweitern.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob du dich länger mit dem Thema auseinandersetzten willst, kannst du dir ja erstmal Bücher ausleihen. Oder du machst Fotos von den Pflanzen und vergleichst diese mit Fotos aus dem Internet.

So bin ich mit ganz offenen Augen nach Hause durch den Wald geradelt und habe wieder einige für mich neue essbare Wildpflanzen entdeckt. Schon in den letzten Jahren bin ich immer wieder mit dem „Essbare Wildpflanzen“-Buch2 durch den Wald gestapft und habe mir pro Jahr immer wieder ein paar neue Pflänzlein erarbeitet. Meistens sind es solche, die ich sehr häufig sehe und dann im Buch oder Internet nachsehe, ob man die essen kann. Weiterlesen

  1. was dennoch auch schön sein kann, keine Frage! []
  2. siehe unten []

Cloud Atlas – eine Art Rezension

Cloud Atlas von David Mitchell Rezension
Heute gibt es mal etwas anderes im Niemblog: seit drei Jahren liegt diese Rezension in meinen Entwürfen, weil ich mir damals nicht sicher war, ob sie hier reinpasst oder nicht. Aber ich finde sie eigentlich ziemlich gut und das Buch ist wundervoll und einzigartig und passt auch irgendwie zur Thematik im Blog. Also los geht’s:

Seitdem ich den Film „Cloud Atlas“ im Kino gesehen hatte, ließ mich die Geschichte nicht mehr los. Ich musste sofort das Buch von David Mitchell lesen, auf dem der Film basiert. Es ist bereits der dritte Roman des Autors, der für seine ungewöhnliche Art zu erzählen bekannt ist.

„Cloud Atlas“ erzählt eine Geschichte – nein 6 Geschichten – oder doch eine? – in 6 Epochen.

Es beginnt mit einem Tagebuch aus den 1850er Jahren: der Anwalt Adam Ewing reist mit dem Schiff zurück in die Vereinigten Staaten und freundet sich gegen seinen Willen mit einem Schwarzen an.

Sein Tagebuch gelangt 1936 in die Hände des jungen, mittellosen Komponisten Robert Frobisher, der bei einem berühmten, jedoch altersschwachen Komponisten angestellt ist und diesem dabei hilft seine musikalischen Ideen zu Papier zu bringen. Während Frobisher in der Villa des Komponisten lebt und arbeitet, schreibt er Briefe an seinen Geliebten Rufus Sixsmith. Weiterlesen

Ohne Facebook (Teil 1)

Ohne Facebook
Als ich vor Kurzem mit einem Freund telefonierte, bemerkte ich so ganz beiläufig:
„Ja, eigentlich ist grad alles voll gut, ich bin halt grad recht viel online.“
Und er so: „Mehr als du eigentlich willst?“
Und ich: „Hm, ja, irgendwie schon.“1
Und schon waren wir beim Thema. Wie ich in den letzten Tagen in jeder freien Minute auf Facebook geschaut habe; wie ich immer wieder die gleichen Schlagzeilen las; wie ich immer wieder auf „neu laden“ klickte um herauszufinden, ob wieder was Neues draufsteht.
Und wie mich das überhaupt nicht interessiert! Mich interessieren weder die ganzen negativen Schlagzeilen, noch die meist völlig belanglosen Posts von Freunden und Bekannten. Und trotzdem ist mein erster Impuls, wenn ich mit irgendeiner Aufgabe fertig bin und kurz entspannen will: jetzt mal kurz auf Facebook schauen. Dann die kurze Befriedigung und Entspannung und dann diese Leere. Als mein Telefon-Freund und ich das also etwas unter die Lupe nahmen, meinte er so: „Irgendwie klingt das ziemlich nach Suchtverhalten.“
Und ich so: „Oh mein Gott! Du hast so recht.“ Weiterlesen

  1. Konversation ganz grob aus dem Kopf, vielleicht auch völlig falsch, aber von der Essenz her passend. []

Aus den Augen, aus dem Sinn oder: Amazon-Alternativen

BücherregalAus den Augen, aus dem Sinn. Oder haben Sie in letzter Zeit mal wieder über die Amazon-Skandale nachgedacht? Warum auch, es gibt ja ständig neue Skandale. Und wenn es gerade keine gibt, dann werden eben künstlich welche gemacht. Oder war es etwa nicht skandalös, dass die Grünen einen Veggie Tag forderten?

Nachdem der kurze Schock über den rechtsradikalen Sicherheitsdienst und die schlimmen Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter bei Amazon vorbei war, kletterte die Amazon-Aktie jedenfalls wieder in neue Rekordhöhen. Laut Handelsblatt schrieb der Konzern zwar im letzten Quartal rote Zahlen, das hätte allerdings nichts mit der schlechten Presse zu tun, sondern mehr mit den hohen Investitionen der Firma. Weiterlesen