Warum du vermutlich gute Gründe hast, Fleisch zu essen

Fleisch essen - Zeit zum Aufbruch

Fleisch essen aus der Sicht der menschlichen Bedürfnisse

Wenn es dir so geht wie den meisten anderen Menschen in Deutschland, isst du seit deinem ersten Lebensjahr Fleisch. Das bedeutet, dass du

  1. Fleisch isst, solange du denken kannst
  2. dich nicht bewusst dafür entschieden hast, Fleischesser*in zu sein
  3. Fleisch essen für normal, natürlich und notwendig hältst.

Fleisch essen erfüllt uns zutiefst menschliche Bedürfnisse. Auf Fleisch zu verzichten auch. Ich will mit Hilfe der Grundsätze der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) eine neue Sichtweise auf das Fleisch essen eröffnen. Ich will dich dazu einladen, dir die Bedürfnisse hinter dem Fleisch essen und dem Fleischverzicht anzusehen.

Weiterlesen

Wie unangenehme Gefühle unser Leben bereichern

unangenehme gefühle annehmen

Warum es auch gut sein kann, wenn es uns schlecht geht

Sogenannte negative Gefühle sind verpönt. Dazu gehören Angst, Trauer, Scham, Ärger, Bitterkeit, Hilflosigkeit, Frustration oder Schmerz. Vielleicht fallen dir noch weitere ein. Erwünscht sind hingegen sogenannte positive Gefühle wie Freude, Heiterkeit, Offenheit oder Gelassenheit. Diese Bewertung führt dazu, dass wir unangenehme Gefühle oft gar nicht zulassen, unterdrücken oder überspielen. Dabei wollen auch diese Gefühle gut für uns sorgen. Denn sie zeigen uns, wenn wichtige Bedürfnisse unerfüllt sind. Weiterlesen

Das Schmusebuch – Wertschätzung ausdrücken

Wertschätzung ausdrücken im Schmusebuch

Artikel anhören:

Wertschätzung für mich und für dich

Ich habe ein Buch geschenkt bekommen: das Schmusebuch. Am Anfang war es leer, doch mittlerweile steht schon so einiges drin. Und zwar lauter tolle Sachen über mich! Und ich musste sie nichtmal selbst schreiben.

Ich habe das Buch bei meinem ersten Wochenende mit der FORT Selbsterfahrungsgruppe bekommen – wie die anderen Teilnehmerinnen auch. Während dem Wochenende hatten wir Gelegenheit einander gegenseitig wertschätzende Mitteilungen in die Bücher zu schreiben.

Mittlerweile habe ich auch noch von anderen Seminaren Wertschätzungs-Zettelchen eingeklebt und eine E-Mail ins Buch abgeschrieben. Und ich sammle weiter!

Weiterlesen

Auszeit nehmen: Zwischenstand nach 4 Monaten

Hier geht’s zu Teil 1 und Teil 2 der Reihe „Auszeit nehmen“.
auszeit nehmen
Vier Monate Auszeit sind vorbei. Zeit für einen Zwischenstand, ein Innehalten und einen klitzekleinen Blick nach vorne.

Was hab ich in der Zeit gemacht?

Man könnte sagen: radikal ausgemistet. Und zwar keine Dinge, sondern Tätigkeiten, die mir gerade keine Freude machen. Oder Tätigkeiten, die mir, so wie ich sie gerade tue, keine Freude machen.

Ich habe versucht, möglichst auf meine Bedürfnisse zu hören und entsprechend zu schauen, wonach mir gerade ist. Und ich habe bei vielen Dingen gemerkt, dass ich sie eher in der Hoffnung mache, dass sie bestimmte Bedürfnisse erfüllen, anstatt dass sie es tatsächlich tun.

auszeit nehmen

Aber was hab ich konkret gemacht? Ich habe tatsächlich deutlich mehr Zeit auf dem Sofa verbracht, als früher. Ich denke, das war nötig, denn vor meiner Auszeit mangelte es mir sehr an Ruhe und Erholung und ich fühlte mich ständig erschöpft. Und ich merke auch, dass das noch nicht vorbei ist.

Ich habe Freundschaften gepflegt und erneuert und neu aufgenommen. Dabei habe ich vor allem Treffen zu zweit gesucht, für möglichst intensive und bedeutsame Gespräche. Anstatt zu warten, bis sich mal jemand bei mir meldet (wie ich das früher oft getan habe), bin ich auf die Menschen zugegangen, mit denen ich gerade Kontakt haben wollte. Weiterlesen

Auszeit nehmen – „ich muss“-Gedanken auflösen

"ich muss"-gedanken auflösen
In meinem ersten Artikel über’s Auszeit nehmen schrieb ich ja, dass ich erstmal nur noch das tun will, was ich mit spielerischer Freude tun würde. Und das ist gar nicht so einfach.

Manchmal weiß ich echt nicht, was das ist.

Und manchmal weiß ich nur, was es definitiv nicht ist.

Und manchmal lenkt etwas davon ab. Facebook habe ich ja bereits abgeschaltet. Dafür hab ich seit Neuestem Online Mahjongg entdeckt.

Und manchmal fehlt auch das gewisse Etwas, das eine Tätigkeit von „muss halt sein“ auf „mach ich gerne“ anhebt. Das kann Musik sein, die dabei hilft, dass Aufräumen und Putzen Spaß machen. Oder das kann sein, dass ich etwas, anstatt es einfach irgendwie zu machen, eben schön mache.

Manchmal ist es auch klar.

Und manchmal gibt es Termine, wo ich hin muss. Oder wo ich denke, dass ich hin muss. Weiterlesen

Ohne Facebook (Teil 1)

Ohne Facebook
Als ich vor Kurzem mit einem Freund telefonierte, bemerkte ich so ganz beiläufig:
„Ja, eigentlich ist grad alles voll gut, ich bin halt grad recht viel online.“
Und er so: „Mehr als du eigentlich willst?“
Und ich: „Hm, ja, irgendwie schon.“1
Und schon waren wir beim Thema. Wie ich in den letzten Tagen in jeder freien Minute auf Facebook geschaut habe; wie ich immer wieder die gleichen Schlagzeilen las; wie ich immer wieder auf „neu laden“ klickte um herauszufinden, ob wieder was Neues draufsteht.
Und wie mich das überhaupt nicht interessiert! Mich interessieren weder die ganzen negativen Schlagzeilen, noch die meist völlig belanglosen Posts von Freunden und Bekannten. Und trotzdem ist mein erster Impuls, wenn ich mit irgendeiner Aufgabe fertig bin und kurz entspannen will: jetzt mal kurz auf Facebook schauen. Dann die kurze Befriedigung und Entspannung und dann diese Leere. Als mein Telefon-Freund und ich das also etwas unter die Lupe nahmen, meinte er so: „Irgendwie klingt das ziemlich nach Suchtverhalten.“
Und ich so: „Oh mein Gott! Du hast so recht.“ Weiterlesen

  1. Konversation ganz grob aus dem Kopf, vielleicht auch völlig falsch, aber von der Essenz her passend. []

Auszeit nehmen – nachhaltig mit mir selbst umgehen

Auszeit nehmen
Ich habe zum ersten Februar meinen Job gekündigt und nehme mir jetzt erstmal eine Auszeit. Dass ich dabei entspannt sein kann, liegt an meiner (zugegeben) privilegierten Situation: einerseits habe ich ein Sparkonto, das mich durch ein paar Monate bringen kann, andererseits auch meinen Freund, der ein bisschen Geld verdient und erstmal den Großteil der Miete übernehmen kann. Und abgesehen von Miete und Essen habe ich aufgrund meines minimalistischen Lebensstils sowieso kaum Kosten.1
Eine andere Voraussetzung, diese Zeit genießen zu können, ist für mich, mich nicht beim Arbeitsamt zu melden. Ich will während meiner Auszeit keine Bewerbungen schreiben oder so tun, als würde ich Arbeit suchen. Weiterlesen

  1. Und an den Krankenkassenbeitrag hab ich auch gedacht. []