1 Jahr Auszeit – Erfahrungen, die ich teilen möchte

Hier geht’s zu Teil 1, Teil 2 und Teil 3 meiner Auszeit-Erfahrungen.

Auszeit Erfahrungen - Bild einer Bank am Vättern-See
Es ist Zeit. Seit nunmehr einem Jahr mache ich meine sogenannte Auszeit. Jetzt ist für mich die Zeit gekommen, aufzutauchen, um mich zu blicken und loszugehen. Und natürlich auch ein bisschen darüber nachzudenken, was das alles gebracht hat. Was passiert während so einer Auszeit? Wo tauchen Schwierigkeiten auf? Dabei möchte ich so ehrlich und offen wie möglich schreiben, damit du, wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, eine Auszeit zu nehmen, vielleicht auch etwas davon hast. Natürlich sind das nur meine Erfahrungen und sicher nicht allgemeingültig. Weiterlesen

Silvester allein zu Haus – Rückblick auf’s Jahr 2016

silvester allein zu hause

Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr 2016

Mir war nicht nach feiern. Nicht, weil das Jahr nicht ausreichend Momente zum Feiern gehabt hätte. Vielleicht eher, weil die Art, wie wir normalerweise Silvester feiern, sich nicht passend anfühlte. Und die Alternative war noch nicht geboren.

Ich freute mich, als ich die Wohnung endlich für mich hatte. Ich hatte die Idee, dass ich irgendwie für mich alleine einen schönen Weg finden würde, das Jahr 2016 zu beschließen – und das neue zu begrüßen. Zwei Freunde hatten mir mitgeteilt, dass sie auch alleine sein würden. Und ich freute mich an der Vorstellung, an zwei ganz verschiedenen Orten zwei Menschen zu wissen, die ihre eigene Art des Jahreswechsels begehen. Weiterlesen

Auszeit nehmen: Zwischenstand nach 4 Monaten

Hier geht’s zu Teil 1 und Teil 2 der Reihe „Auszeit nehmen“.
auszeit nehmen
Vier Monate Auszeit sind vorbei. Zeit für einen Zwischenstand, ein Innehalten und einen klitzekleinen Blick nach vorne.

Was hab ich in der Zeit gemacht?

Man könnte sagen: radikal ausgemistet. Und zwar keine Dinge, sondern Tätigkeiten, die mir gerade keine Freude machen. Oder Tätigkeiten, die mir, so wie ich sie gerade tue, keine Freude machen.

Ich habe versucht, möglichst auf meine Bedürfnisse zu hören und entsprechend zu schauen, wonach mir gerade ist. Und ich habe bei vielen Dingen gemerkt, dass ich sie eher in der Hoffnung mache, dass sie bestimmte Bedürfnisse erfüllen, anstatt dass sie es tatsächlich tun.

auszeit nehmen

Aber was hab ich konkret gemacht? Ich habe tatsächlich deutlich mehr Zeit auf dem Sofa verbracht, als früher. Ich denke, das war nötig, denn vor meiner Auszeit mangelte es mir sehr an Ruhe und Erholung und ich fühlte mich ständig erschöpft. Und ich merke auch, dass das noch nicht vorbei ist.

Ich habe Freundschaften gepflegt und erneuert und neu aufgenommen. Dabei habe ich vor allem Treffen zu zweit gesucht, für möglichst intensive und bedeutsame Gespräche. Anstatt zu warten, bis sich mal jemand bei mir meldet (wie ich das früher oft getan habe), bin ich auf die Menschen zugegangen, mit denen ich gerade Kontakt haben wollte. Weiterlesen

Auszeit nehmen – „ich muss“-Gedanken auflösen

"ich muss"-gedanken auflösen
In meinem ersten Artikel über’s Auszeit nehmen schrieb ich ja, dass ich erstmal nur noch das tun will, was ich mit spielerischer Freude tun würde. Und das ist gar nicht so einfach.

Manchmal weiß ich echt nicht, was das ist.

Und manchmal weiß ich nur, was es definitiv nicht ist.

Und manchmal lenkt etwas davon ab. Facebook habe ich ja bereits abgeschaltet. Dafür hab ich seit Neuestem Online Mahjongg entdeckt.

Und manchmal fehlt auch das gewisse Etwas, das eine Tätigkeit von „muss halt sein“ auf „mach ich gerne“ anhebt. Das kann Musik sein, die dabei hilft, dass Aufräumen und Putzen Spaß machen. Oder das kann sein, dass ich etwas, anstatt es einfach irgendwie zu machen, eben schön mache.

Manchmal ist es auch klar.

Und manchmal gibt es Termine, wo ich hin muss. Oder wo ich denke, dass ich hin muss. Weiterlesen

Auszeit nehmen – nachhaltig mit mir selbst umgehen

Auszeit nehmen
Ich habe zum ersten Februar meinen Job gekündigt und nehme mir jetzt erstmal eine Auszeit. Dass ich dabei entspannt sein kann, liegt an meiner (zugegeben) privilegierten Situation: einerseits habe ich ein Sparkonto, das mich durch ein paar Monate bringen kann, andererseits auch meinen Freund, der ein bisschen Geld verdient und erstmal den Großteil der Miete übernehmen kann. Und abgesehen von Miete und Essen habe ich aufgrund meines minimalistischen Lebensstils sowieso kaum Kosten.1
Eine andere Voraussetzung, diese Zeit genießen zu können, ist für mich, mich nicht beim Arbeitsamt zu melden. Ich will während meiner Auszeit keine Bewerbungen schreiben oder so tun, als würde ich Arbeit suchen. Weiterlesen

  1. Und an den Krankenkassenbeitrag hab ich auch gedacht. []