Der Soja-Irrtum: über die Herkunft von Soja

herkunft von soja

Wo Soja für Tofu, Sojamilch und Co. wirklich herkommt

Immer wieder kommt das Thema „Soja“ in Diskussionen über vegane Ernährung auf. Oft in Zusammenhang mit „Gentechnik“ oder „Regenwald abholzen“. Das kann ich erstmal gut nachvollziehen, denn tatsächlich stammt der größte Teil der weltweit angebauten Sojabohnen aus Brasilien und den USA und ist gentechnisch verändert. Hier wird aber häufig der falsche Schluss gezogen, dass dieses Soja auch für Sojadrinks oder Tofu – also als Lebensmittel für uns Menschen – verwendet wird.

Tatsache ist, dass alle Anbieter von Sojadrink, Tofu und Co. hier in Deutschland gentechnikfreie Sojabohnen verwenden, die nicht aus Regenwaldgebiet stammen.

Viele dieser Anbieter verwenden sogar ausschließlich bio-zertifizierte Sojabohnen aus der EU. Obwohl die Sojapflanze ursprünglich aus Asien kommt, gedeiht sie mittlerweile auch gut in Europa. Zu den typischen Herkunftsländern von Sojaprodukten für den menschlichen Verzehr hier in Deutschland gehören neben China und Kanada auch Österreich und Frankreich. Es gibt sogar Anbaugebiete direkt hier in Deutschland.

Was passiert mit den gentechnisch veränderten Sojabohnen?

Die gentechnisch veränderten Sojabohnen aus Brasilien, Argentinien, Paraguay und den USA werden zu Tierfutter verarbeitet. Obwohl in dem Futter der Tiere gentechnisch verändertes Soja enthalten ist, muss das Fleisch am Ende nicht gekennzeichnet werden. → Mehr Infos auf transgen.de

Wohl gekennzeichnet werden muss aber Sojalecithin, wenn es mit gv-Sojabohnen hergestellt wurde. Hier gilt allerdings, dass unbeabsichtigte Verunreinigungen von bis zu 0,9 % nicht gekennzeichnet werden müssen. Diese Verunreinigungen sind schon fast nicht mehr vermeidbar in Ländern, wo hauptsächlich gv-Sojabohnen angebaut werden, wie z.B. Brasilien. → Mehr Infos auf lebensmittelkarheit.de

Herkunft von Soja für Tofu, Soja Drinks und Co.

Ich habe versucht, möglichst alle Sojaprodukt-Anbieter auf dem deutschen Markt herauszufinden und zu prüfen, wo die Sojabohnen herstammen. Hier folgt die Liste:

Anbieter Herkunft Quelle Zeichen
Alberts/purvegan Rheinhessen, Österreich Anfrage (14.03.16)
Allos Italien Website (20.03.17) Soja Europa
Alnatura Tofu: Deutschland, Österreich, Frankreich; Sojadrink: Italien, Österreich, Frankreich, Kanada und USA Anfrage (14.03.16) Soja weltweit
Alpro 1/3 Westeuropa, Rest Kanada Anfrage (12.03.2016) Soja weltweit
Berief Feinkost (Soja Fit) China, Indien, Österreich und Deutschland Website (20.03.17) Soja weltweit
Bio-Zentrale EU (meist Italien, Rumänien, Ungarn, Österreich), Tofu und Sojabohnenkeimlinge aus Deutschland Anfrage (16.03.2016) Soja Europa
Davert Frankreich, Schweiz, Österreich Anfrage (Kommentar von Nora am 08.06.17) Soja Europa
dennree primär Österreich, Frankreich, Italien, Deutschland, sonst China Anfrage (16.03.16) Soja weltweit
granoVita Österreich Website (20.03.17) Soja Europa
Hofgut Storzeln Bodensee Website (20.03.17) Soja Europa
IsolaBio Italien Website (20.03.17) Soja Europa
Ja! Natürlich Niederösterreich, Burgenland Website (20.03.17) Soja Europa
Joya Österreich Website (20.03.17) Soja Europa
KATO Deutschland und Österreich Anfrage (27.03.17) Soja Europa
Lord of Tofu bevorzugt Süddeutschland Website (20.03.17) Soja Europa
Nagel Österreich Website (20.03.17) Soja Europa
Natumi Europa Website (20.03.17) Soja Europa
Provamel Europa Website (20.03.17) Soja Europa
Rapunzel Deutschland, Frankreich, China Website (20.03.17) Soja weltweit
Soja so lecker China, Indien, Österreich, Frankreich Anfrage (14.03.16) Soja weltweit
Sojade Frankreich Website (20.03.17) Soja Europa
Soyatoo (Tofutown) hauptsächlich Europa, kleiner Teil weltweit (außer USA und Südamerika) Anfrage (16.03.2016) Soja weltweit
Sojola kaufen Sojaöl ein, das aus Sojabohnen aus verschiedensten Quellen besteht, wobei die genaue Herkunft nicht nachvollzogen werden kann Anfrage (13.02.17) Soja Quelle unbekannt
Taifun Deutschland, Frankreich, Österreich (außer Seidentofu, da kommen die Bohnen aus Kanada) Website (20.03.17) Soja Europa
Tofurei Wendland Niederösterreich Website (22.03.17) Soja Europa
Valsoia Italien, Europa und Nordamerika Anfrage (15.11.2016) Soja weltweit
Vantastic Foods konventionell: Serbien; Rest: Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich Anfrage (14.03.2016) Soja Europa
Veggie Life (Tofutown) hauptsächlich Europa, kleiner Teil weltweit (außer USA und Südamerika) Anfrage (16.03.2016) Soja weltweit
Viana (Tofutown) hauptsächlich Europa, kleiner Teil weltweit (außer USA und Südamerika) Anfrage (16.03.2016) Soja weltweit
Vitaquell Kanada, Frankreich, Südamerika und China, sowie Österreich und Deutschland Anfrage (16.03.16) Soja Südamerika
Yakso China Anfrage (13.03.2017) Soja weltweit
Zurück zum Ursprung (Hofer) Pannonien (Ungarn) Website (20.03.17) Soja Europa
Anbau in Europa Anbau in Europa
Anbau weltweit - außer Südamerika Anbau weltweit
Soja Quelle unbekannt Anbaugebiet unbekannt oder Südamerika

Dieser Artikel wurde erstmals am 24. März 2013 veröffentlicht. Seither wurde er immer wieder aktualisiert und rundum überarbeitet.

Verpass keine Artikel mehr und trage dich in den Niemblog-Newsletter ein oder folge mir auf Facebook oder Twitter.

37 Gedanken zu “Der Soja-Irrtum: über die Herkunft von Soja

  1. „Lord of Tofu“? :)))

    Ehrlich gesagt, wäre „Gentechnik“ und „Regenwald“ eher die letzten Sachen an die ich bei „Soja“ denk – aber ich hab bisher auch nicht viel drüber nachgedacht.
    Soweit ich weiß, kommt Soja von Soja-Bohnen und aus Soja macht man Tofu – oder war’s umgekehrt? Hatte bisher angenommen das Zeug kommt aus Asien, weil in Asien-Futter oft Soja-Sprossen drin sind :)

  2. Ja, vielleicht muss man sich schon mal ein bisschen mit dem Thema beschäftigt haben, um auf „Gentechnik“ und „Regenwald“ zu kommen.
    Und du hast übrigens vollkommen recht, dass Sojabohnen ursprünglich aus Asien kommen und daraus all die typischen asiatischen Lebensmittel wie Tofu, Sojasprossen, Sojasauce, etc. entstehen. Da man Soja aber als das perfekte eiweißhaltige Tierfutter entdeckt hat, wird mittlerweile schon lange viel mehr Soja in den USA und Brasilien angebaut, als in asiatischen Ländern.

  3. Die Natumi Seite ist nun bald ein halbes Jahr down – ob da überhaupt noch was kommt?

    Bei Natumi würde ich jedoch gerne noch einmal nach haken, da [1] zwar

    „Für unsere Sojadrinks verwenden wir Soja aus Italien und Frankreich.“

    berichtet, jedoch in der 2/2006 Ausgabe von Schrot&Korn [2] steht:

    „Viele Sojabohnen, die Natumi verarbeitet, kommen aus Frankreich, ein Großteil aus Südamerika – Paraguay, Uruguay, Brasilien.“

    [1] http://www.utopia.de/gruppen/veganer-innen-167/diskussion/herkunft-der-sojabohnen-204219
    [2] http://www.schrotundkorn.de/2006/200602b1.html

    • Hi Stephan,
      Danke für den Hinweis. Hatte letztens mal nachgesehen, ob die Website mittlerweile wieder online ist, aber ebenso wie die von Soyatoo ist sie jetzt schon sehr lange nicht verfügbar. Ich werde da mal direkt nachfragen.

    • Auf die Anfrage kam die prompte Antwort: ausschließlich Frankreich und Italien. Ich denke, dass die Daten aus der Schrot & Korn einfach veraltet sind. Ist ja nun immerhin schon 7 Jahre her.

      • Wow – das nenne ich zügig und erleichtert mich! Vielen Dank! :-)
        Für mich habe ich gestern die Sojamilch vom Hofgut Storzeln entdeckt – das ist meines Wissens auch die Erste unter dem Bioland Siegel in Deutschland.

        Das Problem am Soja ist aber bei Weitem nicht nur die Regenwaldabholzung (Regenwälder sind nicht nachpflanzbar) und die damit einsetzende Bodenerosion. Hier schreit zusätzlich die Ungerechtigkeit zum Himmel!

        Für ein Kilogramm Rindfleisch braucht man ja bekanntlich irgendwas zwischen 7 und 16kg Sojaschrot. Wenn man nun jedoch bedenkt, dass der Proteingehalt der Sojafrüchte dreimal höher ist als der vom Rindfleisch, ließen sich statt einer Person mit Rindfleisch (maßgeblich EU- oder US-Bürger, zunehmend China) alternativ auch 21 bis 48 Personen mit Soja versorgen.
        Zieht man nun in Betracht, dass 2010 über die Hälfte der weltweiten Sojaproduktion aus Südamerika kam, wo z.B. in Brasilien – dem weltweit zweitgrößtem Exporteur hinter den USA – 60 Prozent der Menschen an Mangelernährungserscheinungen leiden und dass trotzdem 80 Prozent des Sojas für die ‚Fleischproduktion‘ verwendet werden, wird die Verteilungsgewalt/-ungerechtigkeit deutlich.

        Weiter werden beim Sojaanbau maßgeblich gentechnisch veränderte Sorten verwendet – auch transgenes Soja genannt. In den USA werden über 90 Prozent aller Sojafelder unter hohem Pestizideinsatz mit gentechnisch verändertem Soja bepflanzt. Davon sind wiederum über 90 Prozent der berüchtigte MON810 von Monsanto. Ebenfalls werden in Südamerika zu mehr als zwei Drittel Gentechnik-Soja angebaut. Das führt nicht nur dazu, dass konventionelle in Deutschland konsumierte Tiere und deren Erzeugnisse den ganzen Tag gentechnisch verändertes Futter mampfen (z.B. gibt es bei McDonalds keinen gentechnisch freien Burger – das muss jedoch natürlich nicht deklariert werden), sondern darüber hinaus, dass der Saatgutmarkt zunehmend in der Hand von sehr wenigen sehr großen Unternehmen ist, die die Bauern wie zu Kolonialzeiten an die Kette legen. In Indien ist z.B. schon praktisch der gesamte Saatgutmarkt von Baumwolle in der Hand von Monsanto. Nach dem Selbstmord von über 200.000 Bauern kommt ein Positionspapier vom Bundesamt für Naturschutz (Dez 2008) zu dem Schluss: „Die extreme Armut der Kleinbauern [..] durch die Einführung von Gentechnik-Saatgut durch multinationale Unternehmen verschärft worden ist“

        O-Ton: “The Committee is particularly concerned that the extreme poverty among small-hold farmers caused by the lack of land, access to credit and adequate rural infrastructures, has been exacerbated by the introductions of genetically modified seeds by multinational corporations and the ensuring escalation of prices of seeds, fertilisers and pesticides, particularly in the cotton industry.”

        • Ich bin auch erleichtert, kaufe nämlich immer die Sojamilch von Natumi. Hätte mich allerdings schon sehr gewundert, wenn die tatsächlich Soja aus Brasilien verwendet hätten. Das schadet dem Image so einer Bio-Firma schon sehr.

          Du hast absolut recht mit der Soja-Problematik. Damit könnte man wahrscheinlich mehrere Bücher füllen. Habe mich selbst noch nicht so richtig an das Thema Monsanto rangewagt, weil ich Angst hatte, dass ich damit wahrscheinlich viele Stunden zubringen werde. Aber die sind es wahrscheinlich wert, wenn man danach informiert ist und andere weiter informieren kann.

          • Mit ein paar Stunden wärst du ziemlich zügig! :-) Ich schätze eher ein paar Tage, um zu verstehen, wie diese Konzerne ticken und was das für ökologische und soziologische Folgen hat. Ich denke jedoch, dass sich die Zeit lohnt, da man nur vernünftig handeln kann, wenn man den Feind und die Konsequenzen seines Handelns verstanden hat. Ich schreibe hier explizit ‚Feind‘, weil ich die aktuelle Oligopolisierung des liberalisierten Marktes auf ein Hand voll gigantischer Unternehmen für eines unserer größten Probleme halte. Aber hey, die Wirtschaft wächst… Aber das ist eine andere Kiste! ;-)

            Für einen kleinen Überblick lege ich dir drei Filmchen ganz stark ans Herz!

            FoodInc – Was essen wir wirklich (leider nur auf dieser Hetz-Seite zu sehen)
            http://de.gloria.tv/?media=125010

            Monsanto – Mit Gift und Genen
            https://www.youtube.com/watch?v=OuRxppqKQds

            Monsanto auf Deutsch – Seilschaften deutscher Gentechnikbetreiber
            https://www.youtube.com/watch?v=fDRekfXJY5k
            (Es gibt noch ausführlichere Fassungen, die aber meist schlechter gefilmt sind)

            Ich halte es für einen großen Fehler, dass sich alle ausschließlich auf Monsanto einschießen, da BASF, KWS, Bayer, Syngenta etc. nicht besser sind.

          • Danke für die Links. Eines der Videos (das zweite) hab ich schon durch. Das lässt einen echt sprachlos werden. Man fühlt sich ja hierzulande doch noch recht sicher, aber wenn man sich überlegt, was für ein Freihandelsabkommen gerade geplant wird…

  4. Pingback: red’s ned so deppert | von schwesterlein an lesterschwein

  5. Liebe Sabrina,

    ich verschenke gerade über foodsharing.de Sojabohnen, die einer meiner Nachbarn für den menschlichen Verzehr angebaut hat und die niemand kaufen wollte. Die sind sowohl biologisch, als auch regional und dazu noch nachhaltig, da es nur kurze Wege vom Produzenten zum Verbraucher wären. Doch wie schon erwähnt, die wollte keiner – vielleicht denkt doch nicht jeder so nachhaltig. Ich zweifle inzwischen sehr…
    Mein Männe hat sich inzwischen an Sojadrink und Tofu versucht, mal sehen, was wir sonst noch so draus zaubern können. Der Sojadrink wurde übrigens von Anfang an super und ist ja vielseitig verwendbar.

    • Liebe Brigitte,
      Wenn du noch Sojabohnen loswerden möchtest, ich nehme gerne welche ab. Hab auch schonmal Sojamilch gemacht, hab aber gelesen, dass die noch besser wird, wenn man die Bohnen schält. Das war mir aber bisher zu viel Aufwand ;)
      Echt komisch, dass keiner die Sojabohnen von deinem Nachbarn kaufen wollte. Hat er es auch bei Produzenten von Soja-Produkten probiert? Privatleute kaufen denk ich eher weniger gern Sojabohnen, weil sie nicht so recht wissen, was sie damit anfangen sollen.

  6. vllt sind es keine vertriebenen Affen im Regenwald, aber das eine oder andere Feldhamsterlein wird es schon sein, das es nicht mehr rechtzeitig schafft, sich vor den heranpreschenden Mäher- oder Treckerreifen in Sicherheit zu bringen. Soll heißen: Weiße Weste gibt es nicht, wer das glaubt, macht sich was vor.

  7. Hallo! Ich hab mal bezüglich des Sojanbaugebiets von Taifun recherchiert, weil der Tofu „Rosso“ einer meiner absoluten Lieblinge ist. (Unbedingt mal probieren!)
    Und zwar steht hier in diesem Artikel noch, dass Taifun unter anderem von einem kleinesn Anbaugebiet in Brasilien bezieht, jedoch scheint dies laut zugehöriger Website nicht mehr der Fall zu sein.
    Sogar sind nun die Sojaprodukte, bis auf den Seidentofu, gänzlich aus europäischen Anbau.
    Na ein Glück :)

    http://www.taifun-tofu.de/de/taifun-soja-waechst-im-herzen-europas

  8. Hallo, es würde mich sehr freuen, wenn jemand herausfinden könnte, woher das Soja kommt, welches Nestle verwendet? Grund dafür ist- mein Sohn ist auf Sondennahrung angewiesen, leider ist die Auswahl hier sehr beschränkt :( Sowohl die Anbieter, wie auch die Auswahl, natürlich würde ich ihm nicht weiterhin die „ISOSOURCE Soy Energy Fibre“ zumuten, wenn sie gentechnisch wäre! LG Manu

  9. Selbst hier im blog wird der Sojaanbau in D leider stark unterschätzt. 2008 waren es nur 1000 ha Anbaufläche, 2015 schon 17.500 ha. Jedes Jahr bringt eine Steigerung.
    In Österreich sind es allerdings bereits um die 40.000 ha.

  10. Hallo Sabrina,

    ich habe mal eine andere Frage zu Soja.
    Mir wurde einmal gesagt, ich solle nicht so viel Alpro Joghurt essen, wenn ich Hashimoto habe. Ich würde mich aber sehr gerne in gewissen Bereichen vegan ernähren. Keine Kuhmilchprodukte, etc.. Habe auch ganz tollen veganen Käse gefunden.
    Nun wurde mir erzählt, dass Soja die Wirkung meiner Schilddrüsenhormone wieder aufheben würde. Hättest du da auch Info darüber?

    Grüßle
    Heike Merz

    • Liebe Heike,
      Leider habe ich keine Ahnung von Hashimoto und kann dir diesbezüglich nicht weiterhelfen.
      Aber ich kann dich vielleicht in anderer Hinsicht ermutigen: mittlerweile gibt es viele Milch-Ersatzprodukte, die gar nichts mehr mit Soja zu tun haben. Meine Lieblingspflanzenmilch ist z.B. Hafermilch. Alternativ gibt es Mandelmilch, Dinkelmilch, Buchweizenmilch, Haselnussmilch, etc. Auch veganer Käse wird oft aus anderen Zutaten als Soja hergestellt. Und auch für Fleischersatz gibt es besonders leckere Produkte aus Seitan (Weizengluten) – wobei ich jetzt nicht weiß, wie gut Gluten bei Hashimoto ist. Von Joya gibt es auch einen pflanzlichen Joghurt ohne Soja, anstatt dessen mit Kokos. Da weiß ich aber nicht, wo man den bekommen kann. Und ich hab grad beim Suchen auch einen pflanzlichen Joghurt auf Reisbasis entdeckt – von „Brüder Gleich“. Das hab ich aber noch nie irgendwo im Super- oder Biomarkt gesehen. Hilft dir das ein bisschen weiter? Tut mir leid, dass ich dir medizinisch keine Hilfe sein kann.

  11. Huhu, danke für die Aufstellung!
    Ich trinke immer die Bio-und-vegan-Soja-Vanille-Milch von Edeka =)

    Und auf deren Website steht, dass die Sojabohnen aus Europa kommen (und ökologisch angebaut sind).

    Ich finde, das ist zwar eine etwas unscharfe Aussage, aber besser als nichts!

  12. Vielen Dank für den informativen Bericht.
    bei Soja bin ich generell vorsichtig, aber eher, weil es durch die Isoflavone auch Hormon-wirksam sein kann.
    Und China ist auch nicht so mein Lieblingsland als Quelle für Nahrungsmittel und Kosmetik. Ich freue mich daher sehr über die schöne Übersicht, wo man direkt erkennen kann, wer Soja aus Europa bezieht. Da liege ich bei meiner Lieblingsfirma Alberts/purvegan ja richtig :-)
    Tofutown ist hier bei uns in der Eifel ansässig, da wollte ich mich sowieso mal schlau machen.
    Herzliche Grüße,
    Annette

  13. Bitte überarbeitet die Angaben von Taifun. Ab 2017 werden keine Sojabohnen aus Kanada mehr verarbeitet. Das gilt auch für Tukan! Holt Euch aktuelle Daten!

    • Hallo Tilo, laut der Website werden die Bohnen für den Seidentofu nach wie vor aus Kanada importiert. Meine Daten sind auch nur wenige Tage alt (wie am Aktualisierungsdatum zu sehen) und somit überhaupt nicht veraltet. Magst du mir sagen, wo deine Infos herkommen?

  14. Hallo Sabrina,

    erst mal Danke für Deinen sympathischen Blog!
    Ich habe eine Frage zu den super Infos zu den Herstellern, die Du unter „Herkunft von Soja für Tofu, Soja Drinks und Co.“ gesammelt hast:
    Dürften wir diese auf http://www.welttofutag.de/ zitieren (unter Angabe Deiner Seite als Quelle selbstverständlich)?

    Wir planen nämlich am 25. August den WeltTofuTag zu feiern, wo es uns vor allem darum geht, ohne erhobenen Zeigefinger über die vielen Vorteile einer veganen Lebensweise zu informieren – inkl. Sommerfest mit leckeren Tofu-Gerichten in Berlin (oder wo immer jemand eines organisieren mag). :-)

    LG,
    Elke

      • Ganz lieben Dank!!! Ich kann mir gut vorstellen, wie viel Arbeit in der Liste steckt. :-)
        Und so kommen die Infos hoffentlich noch mehr Nutzern zugute. – Und vielleicht hast Du ja auch Lust, beim WeltTofuTag mitzumachen oder eine besondere Idee? :-)

        Herzliche Grüße,
        Elke

  15. Pingback: Wo Tofu kaufen? – WELTTOFUTAG

  16. Pingback: Die Götterdämmerung und der Aufstieg des Phoenix – CO2-Fasten Staffel

  17. Hallo, ich hab letztens bei der Firma Davert nachgefragt, woher deren Soja kommt. Ich habe per Mail folgende Auskunft erhalten:
    „gerne teilen wir Ihnen die Herkunftsländer unserer Sojaprodukte mit:
    Soja-Granulat – Österreich
    Extra feine Soja-Schnetzel – Schweiz
    Feine Soja-Schnetzel – Frankreich
    Grobe Soja-Schnetzel – Schweiz
    Soja-Gyros – Frankreich
    Soja-Bratlinge – Frankreich“
    und aus der Mail davor: „Unser Soja für unsere Soja-Bolognese beziehen wir aus Frankreich.“

    Also mit anderen Worten, sämtliches Soja für Davert-Produkte kommt aus Frankreich, Österreich oder der Schweiz. Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen weiter :)
    Liebe Grüße,
    Nora

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.