„How to be Great at Doing Good“ – effektiv Gutes tun

Buchcover How to be Great at Doing Good - Effektiver Altruismus

Rezension und kritische Gedanken zum Effektiven Altruismus

„How to be Great at Doing Good“ (deutsch: Wie ich großartig im Gutes tun sein kann) ist das zweite Buch1 von Nick Cooney, das ich lese. Nick Cooney ist stellvertretender Vorsitzender von Mercy for Animals, einer US-amerikanischen Tierrechtsorganisation, und schreibt über die Themen: Effektiver Altruismus und Aktivismus. Das Buch ist derzeit nur auf englisch erhältlich. Deswegen werde ich die (für mich) wichtigsten Informationen zusammenfassen, damit auch deutschsprachige Leser*innen etwas davon haben. Außerdem will ich das ganze weiter unten auch kritisch betrachten. Weiterlesen

  1. Das andere Buch, das ich von Nick Cooney gelesen habe, ist „Change of Heart: What Psychology can teach us about spreading social change“ und ich empfehle es zu 100% weiter -> Link zu goodreads []

Nachrichten-Diät – Leben ohne Nachrichten

Leben ohne Nachrichten Titelbild

Artikel vorlesen lassen:

Ich schaue keine Nachrichten, lese keine Nachrichten und höre auch keine Nachrichten. Früher habe ich über Facebook noch einiges gelesen, aber selbst das hat jetzt abgenommen, weil ich ja Facebook meide.
Trotzdem bekomme ich noch einiges mit. Wenn z.B. mein Partner nach Hause kommt und sagt: hast du schon gehört, dass…

Ganz ehrlich, ich bin froh darüber, dass ich keine Nachrichten konsumiere. Und zwar aus folgendem Grund:

Die allermeisten Nachrichten sind negativ. Außerdem kann ich absolut nichts dagegen tun. Was passiert also, wenn ich davon höre? Meine Stimmung drückt sich, ich werde vielleicht sogar wütend, ich fühle mich hilflos, eventuell fühle ich mich auch unter Druck. Oder aber: ich zucke die Schultern, lass es an mir abperlen, werde zynisch und stumpfe ab.
Beides kostet Energie, die ich anderweitig sinnvoller einsetzen kann. Beides lässt mich in einem Zustand von Hilflosigkeit verharren, der mich lähmt. Weiterlesen

Hab Angst, hab Angst

Gedicht Hab Angst, hab Angst

Als Soundfile anhören:

Als Teenager habe ich extrem viele Gedichte geschrieben. Irgendwann dann einfach nicht mehr. Vielleicht hatte ich dann andere Möglichkeiten gefunden, mein Innenleben auszudrücken – ich weiß es nicht mehr. Letztes Jahr jedoch traf mich eine Gedicht-Inspiration mitten im Wald, als ich zur Arbeit radelte. Der zündende Funke war die ständige Sorge, die ich von verschiedensten Seiten zu hören bekam: „Du kannst doch nicht nachts durch den Wald fahren, das ist doch viel zu gefährlich.“

Gerade bin ich ziemlich aufgeregt, ein aktuelles Gedicht zu veröffentlichen. Auch wenn ich schon viele Gedichte geschrieben habe, habe ich doch nie das Gefühl gehabt, zu wissen, wie man normalerweise so Gedichte schreibt. Aber wahrscheinlich ist das auch gar nicht so wichtig. Hauptsache es gefällt mir.

Hab Angst, hab Angst

Hab Angst, hab Angst,
Allein im Wald,
Vor Fuchsbandwurm, Tollwut und finstren Schurken

Hab Angst, hab Angst,
Vor fremden Menschen,
Besonders vor denen, die nicht sind wie du

Hab Angst, hab Angst,
Die Stimme der Eltern,
der Freunde, von Fremden
Die Stimme in mir, die sagt:
Sag nichts, schweig still

Hab Angst, hab Angst,
Vor dem, was du bist
Und vor dem, was du sein kannst, wenn du mutig bist

(c) Sabrina Kley, 20.06.2015

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Wildkräuter-Wissen: Kein Hexenwerk

Wildkräuter bestimmen

Wildkräuter bestimmen kann jede/r (lernen)

Seit Sonntag hat mich das Wildkräuter-Fieber wieder gepackt. Ich war bei einem Wildkräuter-Kurs der besonderen Art: nur 3-4 Kräutlein pro Einheit, dafür haben die Teilnehmer die Gelegenheit sich selbst mit Hilfe von Büchern und dem Internet zu erarbeiten, wofür diese gut sind, was sie kennzeichnet und wo man sie findet. Das hat mir wirklich gefallen. Einerseits, weil ich nicht alleine vor mich hinwurschtel,1 sondern mit Gleichgesinnten; andererseits weil ich mir durch’s selbst erarbeiten natürlich viel mehr merke. Und besonders schön wird’s dann, wenn noch eine ein paar geschichtliche oder mythologische Hintergründe weiß, oder einer auf eine Anwendung jenseits von Essen hinweisen kann.

Und dazu braucht es nicht einmal einen Experten! Such dir ein paar Pflanzen aus, die dich interessieren, schnapp dir ein paar Freunde und macht euch gemeinsam auf den Weg, euer Wissen zu erweitern.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob du dich länger mit dem Thema auseinandersetzten willst, kannst du dir ja erstmal Bücher ausleihen. Oder du machst Fotos von den Pflanzen und vergleichst diese mit Fotos aus dem Internet.

So bin ich mit ganz offenen Augen nach Hause durch den Wald geradelt und habe wieder einige für mich neue essbare Wildpflanzen entdeckt. Schon in den letzten Jahren bin ich immer wieder mit dem „Essbare Wildpflanzen“-Buch2 durch den Wald gestapft und habe mir pro Jahr immer wieder ein paar neue Pflänzlein erarbeitet. Meistens sind es solche, die ich sehr häufig sehe und dann im Buch oder Internet nachsehe, ob man die essen kann. Weiterlesen

  1. was dennoch auch schön sein kann, keine Frage! []
  2. siehe unten []

Cloud Atlas – eine Art Rezension

Cloud Atlas von David Mitchell Rezension
Heute gibt es mal etwas anderes im Niemblog: seit drei Jahren liegt diese Rezension in meinen Entwürfen, weil ich mir damals nicht sicher war, ob sie hier reinpasst oder nicht. Aber ich finde sie eigentlich ziemlich gut und das Buch ist wundervoll und einzigartig und passt auch irgendwie zur Thematik im Blog. Also los geht’s:

Seitdem ich den Film „Cloud Atlas“ im Kino gesehen hatte, ließ mich die Geschichte nicht mehr los. Ich musste sofort das Buch von David Mitchell lesen, auf dem der Film basiert. Es ist bereits der dritte Roman des Autors, der für seine ungewöhnliche Art zu erzählen bekannt ist.

„Cloud Atlas“ erzählt eine Geschichte – nein 6 Geschichten – oder doch eine? – in 6 Epochen.

Es beginnt mit einem Tagebuch aus den 1850er Jahren: der Anwalt Adam Ewing reist mit dem Schiff zurück in die Vereinigten Staaten und freundet sich gegen seinen Willen mit einem Schwarzen an.

Sein Tagebuch gelangt 1936 in die Hände des jungen, mittellosen Komponisten Robert Frobisher, der bei einem berühmten, jedoch altersschwachen Komponisten angestellt ist und diesem dabei hilft seine musikalischen Ideen zu Papier zu bringen. Während Frobisher in der Villa des Komponisten lebt und arbeitet, schreibt er Briefe an seinen Geliebten Rufus Sixsmith. Weiterlesen